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RN-Interview von Jürgen Koers und Alexander Füten
am 13. August 2009 16:56 Uhr
Gesche Jacob-Heyer und Alex Kleebach über die Ziele
des ETSV
Die eine zieht die Fäden im Hintergrund, die andere
dirigiert das Aushängeschild des Vereins: Abteilungsleiterin Gesche Jacob-Heyer
und Trainerin Alexandra Kleebach sprechen im großen Doppel-Interview über den
ETSV Witten und sein Standing in der Wittener Sportszene, die neue Saison, das
neue Gesicht der Mannschaft und über neue Herausforderungen.
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| Alexandra
Kleebach löste nach der letzten Saison Frank Mazur (hinten) als Trainer
ab.
Foto: Archiv
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Alexandra Kleebach, wie gefällt Ihnen die neue Rolle als
Trainerin?
Kleebach: Super. Die Vorbereitung läuft, die Mannschaft zieht
mit und alle sind gut drauf. Auch wenn wir im Moment oft Muskelkater haben.
Gesche Jacob-Heyer, gab es Bedenken, Alexandra auch die Rolle als Trainerin
zu übergeben?
Jacob-Heyer: In keinster Weise. Für uns war das fast schon
die logische Folge, nachdem Frank Mazur bekannt gab, er wolle nicht weiter
machen. Die Initiative ging ja auch von Frank aus und wir waren von der Idee
begeistert.
Kleebach: Richtig. Frank kam früh auf mich zu und fragte, ob
ich mir das vorstellen könne. Dann haben wir mit den Spielerinnen gesprochen. Da
waren viele sofort begeistert.
"Ich habe zu Beginn viele Einzelgespräche geführt"
Was sind die Qualitäten der Trainerin Kleebach?
Jacob-Heyer: Sie kennt die Mannschaft, ist dort akzeptiert
und sie bringt natürlich die nötige Erfahrung mit. Ich sehe keinen Grund für
Vorbehalte.
Was hat die neue Trainerin als erstes geändert?
Kleebach: Geändert eigentlich gar nichts. Ich habe zu
Beginn viele Einzelgespräche geführt, in denen ich Stärken und Schwächen der
betreffenden Spielerin angesprochen habe. Außerdem wollte ich wissen, wer was
plant. Es war ja nicht klar, ob überhaupt alle weiter spielen wollen.
Sie schnüren auch selbst noch die Schuhe. Eher ein Muss oder ein Möchte?
Kleebach: Im Moment ein Muss, weil wir mit mir nur 14
Spielerinnen haben. Wir haben mit Wiebke Harder, Bianca Richter und Patricia
Lemke drei Langzeitverletzte, Maren Schwarzelmüller ist schwanger und Neuzugang
Meike Behr ist nie beim ETSV Witten aufgetaucht. Wir könnten eigentlich eine
Anzeige schalten, in der wir Spieler suchen.
"Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz"
Die Vorbereitung ist in vollem Gange, wo aber steht der ETSV am Ende der
Saison?
Kleebach: Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz.
Ich kann nicht viel zu den übrigen Mannschaften sagen, ich weiß nur: Es steigen
vielleicht fünf Mannschaften ab, da wollen wir uns so früh wie möglich vom
Abstiegskampf verabschieden.
Was ändert sich beim ETSV Witten taktisch?
Kleebach: Wir werden in Zukunft mehr auf Schnelligkeit
setzen, um weniger ausrechenbar zu sein. Unsere Abwehr war schon unter Frank
Mazur sehr gut. Da wollen wir anknüpfen.
Und die Abteilung setzt mit Uli Müller und Alexandra Kleebach auf Qualität
und Routine?
Jacob-Heyer: So kann man das sehen. Es soll in Zukunft
auch ein reger Austausch zwischen erster und zweiter Mannschaft stattfinden. Das
wird sich auch im Training niederschlagen. Wir planen zum Beispiel
mannschaftsübergreifende Einheiten nur für Kreis oder Flügelspieler.
"So wie wir jetzt dastehen, ist es ein runde Sache"
Wird der ETSV in Witten überhaupt ausreichend wahrgenommen
Jacob-Heyer: Ich denke wir werden eher unterschätzt. Ich
höre immer wieder, dass uns viele Leute, anders als zum Beispiel den TuS Bommern,
nicht kennen. Dann kommen Fragen wie: Wo spielt ihr überhaupt? Aber auch daran
arbeiten wir.
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| Gesche
Jacob-Heyer: "Am Sonntag ist die Kreissporthalle fest in unserer Hand."
Foto: Alexander Füten
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Worauf dürfen sich die ETSV-Anhänger in der nächsten
Saison freuen?
Kleebach: Vor allem auf guten, attraktiven Handball. Was
am Ende dabei rauskommt werden wir sehen.
Jacob-Heyer: Wir haben die Spiele unserer fünf
Seniorenmannschaften in der kommenden Saison hintereinander zu Hause. Am Sonntag
ist die Kreissporthalle fest in unserer Hand.
Noch ein letztes Wort zum Verein: Ist das Maximum schon erreicht?
Jacob-Heyer: Wir sind ein kleiner Verein und haben dafür
einiges erreicht. So wie wir jetzt dastehen, ist es ein runde Sache.
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Ruhrnachrichten von Alexander Füten am 19.
August 2009 16:30 Uhr
Handball
Pokal soll neue Anreize setzen
Die Handball-Stadtmeisterschaften stehen vor der Tür.
Pünktlich vor dem Start am 22. August präsentierte die Fachschaft Handball einen
neuen Sponsor. Fortan wird um den Stadtwerke-Handball-Cup gespielt.
Die Stadtwerke Witten unterstützen für sechs Jahre die
Titelkämpfe, am Montag unterschrieben die beiden Parteien den
Kooperationsvertrag.
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| Sie
freuen sich gemeinsam auf den 1. Stadtwerke-Handball-Cup: Simone Muhr
(l.) und Gesche Jacob-Heyer vom Ausrichter ETSV Witten,
Fachschaftsleiter Michael Wichert (2.v.l.) und
Stadtwerke-Geschäftsführer Leo Mating.
Foto: Alexander Füten
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Alle Vereine profitiert
„Das freut uns natürlich, weil so die jeweiligen Ausrichter enorm entlastet
werden“, sagt Fachschaftsleiter Michael Wichert. Die sechs Wittener
Handball-Vereine TuS Bommern, ETSV Witten, TuS Ruhrtal, HSV Herbede,
HSG Annen-Rüdinghausen und der Wittener TV wechseln sich bei der Ausrichtung in
jedem Jahr ab. Bei dem auf sechs Jahre ausgelegten Sponsorenvertrag profitiert
so jeder Verein von dieser Maßnahme.
Leo Mating, Geschäftsführer der Stadtwerke Witten, hebt vor allem dies hervor.
„So bevorzugen wir keinen einzelnen Verein. Jeder kann davon profitieren. Das
macht für uns den besonderen Charme dieser Kooperation aus.“ An dem Modus des
neu geschaffenen Stadtwerke-Handball-Cups ändert sich erst einmal nichts.
Wanderpokal für den Sieger
Die Stadtwerke stellen aber einen Wanderpokal für die Sieger zur Verfügung. „Der
wird sicher für neue sportliche Reize sorgen“, ist Michael Wichert sicher.
Gesche Jacob-Heyer, Abteilungsleiterin des in diesem Jahr ausrichtenden ETSV
Witten, hebt hervor: „Mit der neuen Unterstützung können wir die Veranstaltung
in jedem Fall sorgenfreier angehen. Das entlastet uns enorm.“
Los geht es am 22. August mit den ersten Begegnungen der
Jugend-Stadtmeisterschaften. Die Herren greifen am 24. August erstmals ein. Dann
stehen die ersten Vorrundenpartien an. Favorit dürfte bei den Herren erneut der
TuS Bommern sein, die Damen des ETSV Witten versuchen ebenfalls, ihren Titel aus
dem Vorjahr zu verteidigen.